GedichtGedichte

Eine Liste der besten Frühlingsgedichte - moderne und auch Klassiker; sowohl lang als auch kurz (manche sind auch lustig und für Kinder geeignet). Lassen Sie sich von diesen Worten inspirieren. Die Verse eignen sich um die euphorische Stimmung in dies Zeit der Wiedergeburt, Verjüngung und Erneuerung zu beschreiben. Siehe auch die Sammlung der Ostergedichte.

Gedichte über den Frühling

Im Frühjahr erwacht die Flora wieder zum Leben. Den Anfang machen die Frühblüher: weiße Schneeglöckchen und mehrfarbige Krokusse. Später bedecken Blütenteppiche von Scharbockskraut und Buschwindröschen den Waldboden.

Berühmte Frühlingsgedichte

Eine kleine Auswahl der schönsten klassischen Frühlingsgedichte, die den Flair dieser unvergleichlichen Jahreszeit einfangen.

Lerchengesang

Es ist die Zeit der Winterwende.
Ein goldner Hauch liegt auf der Au.
Der ernste Lenztag geht zu Ende,
Die erste Lerche singt im Blau.

Die kahlen Wälder ruhn in Schweigen,
In tiefem Bann liegt die Natur.
Die fernen blauen Berge steigen
Sanft nieder in die ebne Flur.

Still geht der Bach dem Weg zur Seite.
Kein Lüftchen weht, kein Wellchen rauscht.
Es ist, als ob die ganze Weite
Dem Lied der kleinen Lerche lauscht.

Frida Schanz (1859 - 1944)

Frühling

Der Frühling ist eine der 4 Jahreszeiten. Er folgt auf den Winter und geht dem Sommer voraus. Astronomisch beginnt der er mit einer Tag-und-Nacht-Gleiche (auf der Nordhalbkugel am 20./21. März und endet mit der Sommersonnenwende (20./21. Juni). Meteorologisch wird der Beginn der Frühlingszeit meist auf Anfang März angesetzt.

Im Vorfrühling vergrößert sich die Neigung der Erdachse gegenüber der Sonne, und die Länge des Tageslichts nimmt rasch zu. Die Hemisphäre beginnt sich deutlich zu erwärmen, wodurch Pflanzen "sprießen". Zum Äquinoktium am 20./21. März sind die Tage und Nächte etwa 12 Stunden lang, wobei die Tageslänge im Laufe der Saison bis zur Sommersonnenwende im Juni zunimmt und die Nachtlänge abnimmt.


Diese Jahreszeit, die traditionell den Neuanfang in der Natur markiert, zeichnet sich durch Schneeschmelze, Knospenbildung und Blüte der Pflanzen, das Erwachen der Tiere aus dem Winterschlaf und die Rückkehr einiger Zugvögel aus.


Der Begriff bezieht sich nicht nur auf sie saisonalen Erscheinungen, sondern auch auf Vorstellungen von Wiedergeburt, Verjüngung, Erneuerung, Wiederauferstehung und Neuwuchs.
„Frühlingsgefühle haben“ beschreibt ein gehobenes Gefühl. Umgangssprachlich und auch scherzhaft meint man damit, dass man sich besonders leicht zu anderen Menschen hingezogen fühlt.

Monate

Das Wort "Monat" ist ein Erbwort, das über mittelhochdeutsches "mānōt" auf die seit dem 8. Jahrhundert bezeugten althochdeutschen Formen "mānōd" zurückgeht. Es ist etymologisch eng verwandt mit "Mond".
Im deutschsprachigen Raum sind die Namen der einzelnen Monate lateinischen Ursprungs (Julianisch-Gregorianische Kalender). Zeitweise (u.a. durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert) wurden aber auch "germanische" Monatsbezeichnungen verwendet, die hier in Klammern aufgeführt sind.

Der März (Lenzing, Lenzmond) ist nach dem römischen Kriegsgott Mars (Martius) benannt. Ursprünglich versammelten sich in diesem Monat, mit dem die Feldzugssaison begann, die waffenfähigen römischen Bürger auf dem so genannten Marsfeld (oder Märzfeld) vor den Toren der Stadt, um gemustert zu werden und ihre Feldherrn zu wählen.
Im alten römischen Kalender war der März der erste Monat des Jahres (Januar und Februar wurden später hinzugefügt). Auch ein Frühlingsbier, das untergärige Märzen, wurde ursprünglich im März gebraut.

Für den April (Launing, Ostermond) gibt es keine gesicherte etymologische Herleitung. Die Römer gaben diesem Monat den lateinischen Namen "Aprilis". Da etliche der römischen Monate zu Ehren von Gottheiten benannt wurden, lag es Nahe den entsprechenden griechischen Göttinnennamen Aphrodite (Aphros) als Ursprung zu vermuten. Allerdings nennt sich das römische Pendant "Venus".
Die traditionelle Etymologie geht von dem Verb "aperire" (öffnen), aus, in Anspielung darauf, dass es die Jahreszeit ist, in der die Vegetation beginnt, sich zu "öffnen".

Der Mai (Winnemond (Weidemonat (heute: Wonnemonat)), Blumenmond) wurde nach der griechischen Göttin Maia (lateinisch Maius) benannt, die mit der römischen Fruchtbarkeitsgöttin Bona Dea (lateinisch für „die gute Göttin“) identifiziert wurde, deren Fest im Mai gefeiert wurde.
Im katholischen Kirchenjahr ist der Mai besonders der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet (Marienbrauchtum im Mai), weshalb er in diesem Umfeld auch als "Marienmond" bezeichnet wird.


Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch. [Karl Valentin]

Feste

Kurze Frühlingsgedichte

Der Frühling

Mit duftenden Veilchen komm ich gezogen,
auf holzbraunen Käfern komm ich gebrummt,
mit singenden Schwalben komm ich geflogen,
auf goldenen Bienen komm ich gesummt.

Jedermann fragt sich, wie das geschah:
Auf einmal bin ich da!

Mascha Kaleko

Schneeglöckchen

Und aus der Erde schauet nur
Alleine noch Schneeglöckchen;

So kalt ist noch die Flur,
Es friert im weißen Röckchen.

Theodor Storm (1817 - 1888)

Frühlingsglück

Es rauscht’s der übervolle Strom,
Es singt’s die Lerch‘ im blauen Dom,
Auf strahlet es das junge Grün,
Die Sonne lässt es sanft erglühn,
Du, Veilchen, hauchst es mir zurück,
Das traute, süße Frühlingsglück!

Karl Mayer


Ich lieb den Frühling, ich lieb den Sonnenschein.
Wann wird es endlich mal wieder wärmer sein?

Schnee, Eis und Kälte müssen bald vergehn.
Dum, di da, di dum, di da, di dum, di da, di dum, di da, di

Volksgut


Im Herbst sammelte ich alle meine Sorgen und vergrub sie in meinem Garten.
Als der Frühling wiederkehrte, im April, um die Erde zu heiraten, da wuchsen in meinem Garten schöne Blumen. [Khalil Gibran]

Frühlingslächeln

Die Sonne lockt nach einem Weilchen
die schönsten Dinge an das Licht,
zum Beispiel: Birkengrün und Veilchen,
und Reiselust und Liederzeilchen,
und manches lächelnde Gesicht.

Der Frühling neckt uns. Wir erwachen.
Die Welt wird wieder froh und grün
und möchte sich vertausendfachen.
Die Blumen blühen, wenn sie lachen.
Die Frauen lächeln, wenn sie blühn.

Erich Kästner


Nun beut die Flur das frische Grün
Dem Auge zur Ergötzung dar.
Den anmutsvollen Blick
Erhöht der Blumen sanfter Schmuck.
Hier duften Kräuter Balsam aus,
Hier sprosst den Wunden Heil.
Die Zweige krümmt der goldnen Früchte Last;
Hier wölbt der Hain zum kühlen Schirme sich,
Den steilen Berg bekrönt ein dichter Wald.

Text: Unbekannt; Musik: Joseph Haydn "Die Schöpfung" (1899); Hob. XXI:2 / Erster Teil - VIII. Arie; Oratorium nach Worten der heiligen Schrift.

Frühlingsgedichte für Kinder

Hier folgt eine Liste bekannter Gedichte über den Frühling für Kinder aller Altersstufen — also auch für diejenigen, bei denen Spaghetti mit Ketchup nicht mehr auf Platz 1 der Lieblingsgerichte steht ;-).

Der Zeisig

Wir sind ja, Kind, im Maie,
Wirf Buch und Heft von dir!
Komm' einmal her in's Freie,
Und sing' ein Lied mit mir.

Komm, singen fröhlich beide
Wir einen Wettgesang,
Und wer da will, entscheide,
Wer von uns besser sang!

Elisabeth Kulmann

Die Blumen

Kinder der verjüngten Sonne,
Blumen der geschmückten Flur,
Euch erzog zu Lust und Wonne,
Ja, euch liebte die Natur.
Schön das Kleid mit Licht gesticket,
Schön hat Flora euch geschmücket
Mit der Farben Götterpracht.
Holde Frühlingskinder, klaget!
Seele hat sie euch versaget,
Und ihr selber wohnt in Nacht.

Friedrich Schiller (1. Strophe)

Bekannte Frühlingsgedichte

Das althochdeutsche Wort "Lenz" leitet sich von "lang" ab, was auf die auffällig länger werdenden Tage hinweist. Das Wort hat germanische Wurzeln und ist mit dem altenglischen "lengten" ("length") verwandt.
Der Begriff "Lenz" wird zum einen poetisch als Synonym für Frühling verwendet; zum Beispiel in dem Lied: "Veronika, der Lenz ist da, die Vögel singen tralala. [Comedian Harmonists]. Zum anderen sind "Lenze" eine alte Bezeichnung für Lebensjahre, früher sagte man: "Er zählt noch keine 18 Lenze", das heißt, "er ist noch nicht 18 Jahre alt".

Poesie

Die Poesie ist eine der beiden Grundkategorien des Diskurses, die andere Kategorie ist die Prosa. Die Poesie war schon immer schwer zu definieren, aber im Laufe der Jahrhunderte gab es mehrere Definitionen, die als Anhaltspunkte dienten. Nach dem bedeutenden argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges ist "Poesie der Ausdruck des Schönen durch kunstvoll miteinander verwobene Worte".

Die Poesie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Prosa. Die Unterschiede sind sowohl äußerlich als auch innerlich. Zunächst einmal werden Gedichte in Versen geschrieben, in Wortzeilen, die einen Rhythmus und ein Metrum haben, d. h. ihre Silben fließen auf eine bestimmte Art und Weise, so dass sie eine angenehme Wirkung auf das Ohr haben. In der Prosa hingegen werden die Bedeutungen in Sätzen ausgedrückt, von denen einer auf den anderen folgt, allein nach den Regeln der Grammatik. Auch die inneren Unterschiede sind groß. Der Dichter nutzt die Vorstellungskraft, um beim Leser oder Zuhörer Gefühle zu wecken. Er appelliert an das Gefühl und nicht an den Intellekt, wie es der Prosaautor tut.

Heimweh

Ich hörte heute morgen
am Klippenhang die Stare schon.
Sie sangen wie daheim,
und doch war es ein andrer Ton.

Und blaue Veilchen blühten
auf allen Hügeln bis zur See.
In meiner Heimat Feldern
liegt in den Furchen noch der Schnee.

In meiner Stadt im Norden
stehn sieben Brücken, grau und greis,
an ihre morschen Pfähle
treibt dumpf und schütternd jetzt das Eis.

Und über grauen Wolken
es fein und engelslieblich klingt —
und meiner Heimat Kinder
verstehen, was die erste Lerche singt.

Agnes Miegel (1879-1964) war eine deutsche Dichterin und Journalistin.

Weiße Wolken

O schau, sie schweben wieder,
wie leise Melodien.
vergessener schöner Lieder,
am blauen Himmel hin!

Kein Herz kann sie verstehen,
dem nicht auf langer Fahrt,
ein Wissen von allen Wehen,
und Freuden des Wanderns ward.

Ich liebe die Weißen, Losen,
wie Sonne, Meer und Wind,
weil sie der Heimatlosen,
Schwestern und Engel sind.

Hermann Hesse

Lenzstimmen

Wie klopft im Märze
Und hopft das Herze!
Wo Veilchen sprießen,
Und Bächlein rieseln,
Die Vögel singen
Und Lämmer springen
Auf grüner Flur!
Wie lacht die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
O Lenz! O Wonne!
O Lust
In der Brust:
Hab' ich nicht noch einen Reim gewußt?

Joachim Ringelnatz

Lenztrauer

O Frühling, wie tust du mir bitter weh
Mit deinem Leuchten und Singen —
In meinem Herzen liegt Winterschnee,
Den will kein Strahl durchdringen.

Die Primeln und Veilchen sind aufgewacht,
Das ist ein Duften und Prangen. —
In mir aber ist es dunkle Nacht, —
Mein Kind ist schlafen gegangen!

Sophie von Khuenberg (1863 - 1917)

Frühling

Mit dem Akazienduft
fliegt der Frühling
in dein Erstaunen

Die Zeit sagt
ich bin tausendgrün
und blühe
in vielen Farben

Lachend ruft die Sonne
ich schenke euch wieder
Wärme und Glanz

Ich bin der Atem der Erde
flüstert die Luft

Der Flieder
duftet
uns jung

Rose Ausländer

Kalte Frühlingstage

Der Frühling hatte Sommer uns geschworen,
Und jedes Veilchen war ein blauer Eid,
Nun hat es doch im Park des Nachts gefroren,
Und alle Schwüre liegen weiß beschneit.

Und er steht zögernd da, und halb verlegen
Bereut er den freigebigen Entschluss,
Bedauert fast den allzuschnellen Segen
Und weiß doch, dass den Eid er halten muss.

Boerries von Münchhausen (1874 - 1945)

April

Die Welt riecht süß
nach Gestern.
Düfte sind dauerhaft.

Du öffnest das Fenster.
Alle Frühlinge
kommen herein mit diesem.

Frühling der mehr ist
als grüne Blätter.
Ein Kuß birgt alle Küsse.

Immer dieser glänzend glatte
Himmel über der Stadt,
in den die Straßen fließen.

Du weißt, der Winter
und der Schmerz
sind nichts, was umbringt.

Die Luft riecht heute süß
nach Gestern –
das süß nach Heute roch.

Hilde Domin

Schneeglöckchen

Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel,
Hängt nun geronnen heut' als Glöckchen
Am zarten Stiel.

Schneeglöckchen läutet; was bedeutet's
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet's
Den Frühling ein.

O kommt, ihr Blätter, Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,
All' zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!

Friedrich Rückert

Gänseblümchen

Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief's: "Ich schicke mit'nem Gruss
dir eine Biene' rüber!"

Da rief das andere: "Du weisst,
ich lieb dich nicht minder,
doch mit der Biene, das lass sein,
sonst kriegen wir noch Kinder!"

Heinz Erhardt

 


 

Die Bäume, die im Herbst ihre Blätter abgeworfen haben, werden durch die milden Temperaturen, die häufigen Regenfälle und das sonnige Wetter, wieder zum Leben erweckt. Der Saft steigt, die Knospen, die den ganzen Winter über geschlossen waren, öffnen sich und neue, zartgrüne Blätter erscheinen, die wachsen und sich vergrößern, bis sie je nach Art ihre normale Größe erreicht haben. Sie behalten diese Größe bei, sind aber im Sommer dunkler grün.
Einige Obstbäume (Kirsch-, Apfelbäume ...) zeigen ihre Aktivität zunächst durch das Erscheinen von Blüten (weiß, rosa, lila ...) an, dann fallen diese Blüten ab oder werden vom Wind verweht, um jungen Blättern Platz zu machen.

Die Wiesen und Felder sind oft mit Blumen und jungem, neuem Gras bedeckt, eine Wohltat für das Vieh, das nun von seiner Heudiät während des Winters erlöst ist.