Das Gedicht „Leise weht's durch alle Lande“ (Weihnachten) stammt aus der Feder von Adelheid Wette.
Leise weht's durch alle Lande
wie ein Gruss vom Sternenzeit,
schlinget neue Liebesbande
um die ganze weite Welt.
Jedes Herz mit starkem Triebe
ist zu Opfern froh bereit,
denn es naht das Fest der Liebe,
denn es naht die Weihnachtszeit.
Und schon hat mit tausend Sternen
sich des Himmels Glanz entfacht,
leise tönt aus Himmelsfernen
Weihgesang der heil'gen Nacht.
Hell aus jedem Fenster strahlet
wundersam des Chritsbaums Licht,
und der Freude schimmer malet
sich auf jedem Angesicht.
Lichte Himmelsboten schweben
ungeseh'n von Haus zu Haus;
selig Nehmen, selig Geben
geht von ihrer Mitte aus.
O willkommen, Weihnachtsabend,
allen Menschen, gross und klein!
Friedebringend, froh und labend
mögst du allen Herzen sein!
Adelheid (Humperdinck) Wette (1858 - 1916) war eine deutsche Schriftstellerin und Librettistin.
Ihr Bruder, Engelbert Humperdinck, schrieb um 1890 die Musik zu der spätromantische Oper "Hänsel und Gretel" die auf dem gleichnamigen Märchen beruht. Adelheid schreib das Libretto.
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