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Das Gedicht „An Leukon“ stammt aus der Feder von Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Rosen pflücke, Rosen blühn,
Morgen ist nicht heut’!
Keine stunde lass entfliehn,
   Flüchtig ist die Zeit!

Trinke, küsse! Sieh’, es ist
Heut’ Gelegenheit!
Weißt du, wo du morgen bist?
   Flüchtig ist die Zeit!

Aufschub einer guten Tat
Hat schon oft gereut!
Hurtig leben ist mein Rat,
   Flüchtig ist die Zeit!

Anmerkung: Leukon war ein griechischer Dramatiker der "Alten Komödie" in der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. Er lebte in Athen zur Zeit des Peloponnesischen Krieges, und war ein Zeitgenosse und Rivale des Aristophanes.

Siehe auch das Gedicht Betrachtung der Zeit von Andreas Gryphius.

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