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Das Gedicht „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ stammt aus der Feder von Unbekannt.

Heute üblicher Text

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ball.

Original

Schneeflöckchen, vom Himmel
Da kommst du geschneit,
Du warst in der Wolke,
Dein Weg ist gar weit;
Ach setz’ dich an’s Fenster,
Du niedlicher Stern,
Giebst Blätter und Blumen,
Wir sehen dich gern!

Schneeflöckchen, ach decke
Die Saaten geschwind,
Sie frieren, du wärmst sie,
So bittet das Kind.
Schneeflöckchen, Weißröckchen
So kommet doch all’,
Dann wird bald ein Schneemann,
Dann werf’ ich den Ball.

Hintergrund

Weißröckchen ist ein schlesisches Synonym für Schneeflocke.

Gegenüber der Urfassung, die aus 2 Strophen zu je 8 Zeilen besteht, wird die „Volksweise“ heute üblicherweise in 4 vierzeiligen Strophen wiedergegeben.
Der Originaltext stammt von der Kindergärtnerin und Lehrerin Hedwig Haberkern (1837 – 1901), der Verfasser der modernen Version ist unbekannt.

Die heute verbreitete Melodie, deren Komponist nicht bekannt ist, ist seit 1915 in Liederbüchern nachzuweisen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Lied jedoch auf mehrere verschiedene Melodien verbreitet (u.a. wurde es auf die Melodie von "Im Märzen der Bauer" gesungen).

 

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