Das Gedicht „Müde bin ich, geh zur Ruh“ stammt aus der Feder von Luise Hensel.
Müde bin ich, geh' zur Ruh',
Schließe beide Augen zu:
Vater, laß die Augen dein
Über meinem Bette sein!
Hab’ ich unrecht heut’ getan,
Sieh’ es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad’ und Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.
Fern von mir sei Haß und Neid,
In mir Lieb’ und Gütigkeit.
Laß mich Deine Größe schaun,
Nur auf Dich, o Gott, vertraun.
Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in deiner Hand,
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.
Hilf den Armen in der Not,
Sei auch gnädig uns im Tod.
Schenk uns Frieden, bann den Krieg.
Dir gehört der letzte Sieg.
Kranken Herzen sende Ruh’,
Nasse Augen schließe zu!
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!
Luise Hensel
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