Das Gedicht „Dort und hier“ stammt aus der Feder von Franz Werfel.
Ja, wir werden sein und uns erkennen,
Nicht mehr machtlos zueinander brennen!
Dumpfer Druck von Unempfindlichkeiten
Dünkt uns dann der Kuß aus Erdenzeiten.
Wir erwachen weinend aus dem Wahne,
Daß die Leiber Lust sind, die Organe.
Uns erschüttert trunkene Erfahrung:
Nur die Flamme lebt, nicht ihre Nahrung.
Hier berühr ich dich. Dort wird's gelingen,
Flamme, daß wir Flammen uns durchdringen.
Und ich brenne tief, was wir hier litten,
Dort im Geisterkuß dir abzubitten.
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