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Das Gedicht „Auto“ stammt aus der Feder von Oskar Kanehl.

Wir fressen das Land.
Wie Windswut
fliegt es durch unsern Rachen.
Unsre Köpfe reißen vom Leib.
Uiii uiii
bellt die Sirene.
Der Motor stöhnt und heult.
Auf hundert zittert der Manometer.
Wie Raubtiere springen wir
auf unschuldige Landschaft.
Wir beißen die Wälder
im Nacken
und schleudern sie im Maule.
Wir schmeißen die Städte
wie Spielzeug hinter uns.

Und Schmutz von den Hufen
galoppierender Pferde
spritzt von unsern Rädern die Welt.
Unsre Augen überfliegen den Wagenflug.
Wir werden größenwahnsinnig.
Zum Lachen ist alles so hässlich klein.
Hinter uns schlagen die Chausseebäume zusammen.
Hinter uns
fällt die Erde ein.
Vor uns, vor uns
springt immer neues Land heran,
uiii uiii,
das wir fressen.

 

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