Das Gedicht „Verträumter Großstadtabend“ stammt aus der Feder von Hugo Salus.
Auch der Großstadt Lärm wird ruhig,
Wenn sich Dämmer auf sie neigen,
Und in ihre dunklen Gassen
Tritt der Abend; vor den Toren
Wiesenschlaf und Felderschweigen.
Hier im Park sitz' ich versonnen,
Auenduft liebkost mich linde
So wie einst in Kindertagen,
Und der Abend legt mir gütig
Um die Stirn die dunkle Binde.
Selig hör' ich und voll Andacht
Den Choral des Schweigens schallen,
Und ich seh' des Himmelsmantels
Blauen, sternbestickten Sammet
Weich und zärtlich niederwallen.
Siehe auch das Gedicht Großstadt-Lärm von Ludwig Jacobowski.
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