Das Gedicht „Ich wandere“ stammt aus der Feder von Peter Baum.
Ich wandre und kenne nicht Zeit noch Raum
Und lächle ins Leben, als sei es ein Traum,
In wehenden Gärten, die Dämmerung umflicht –
Ich staun’ wie ein Kind in das zitternde Licht. –
Sie sagen, ich altere Jahr um Jahr,
Mir welke die Wange, mir bleiche das Haar,
Am Ende des Weges, da harre der Tod,
Weiß nicht, ob er lächelt, weiß nicht, ob er droht.
So wandre ich, wandre ich Nacht und Tag
Wolken, Sternen und Schatten nach.
Anmerkung: Peter Baum (1869 - 1916) war ein deutscher Schriftsteller. Sein Werk steht in Verbindung mit den Anfängen des deutschen literarischen Expressionismus. Seit 1898 stand Baum in Verbindung zum Autorenkreis um Peter Hille und er galt als engster Vertrauter von Else Lasker-Schüler.
Weitere Gedichte:
- Maikäfer flieg — Volksgut
- Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da … — Hesse
- Kein schöner Land in dieser Zeit — Zuccalmaglio
- Ich wandere — Baum
Gedichte
Impressum
Datenschutz