Das Gedicht „Herbst“ stammt aus der Feder von Alfred Wolfenstein.
Die Sonne sinkt mit jedem Abend schneller,
man denkt schon morgens an des Tages Ende,
das ist die schon so oft erlebte Wende.
das sinkt der Mut mit langsamen Propeller.
Es ist, als wartete ein düstrer Keller
auf die vom Flug durch duftende Gelände
verwöhnte Lunge, uns sie atmet Wände.
der Straßen licht macht nur die Steine heller
und doch, manch Held des Sommers wäre froh
wenn er im kalten Wind nun wüsste, wo
er landen kann in welcher Stadt der Erde
er sänke gerne andern Sternen zu-
hier reißt der Herbst herab die letzte Ruh
und wer gehört nicht zu der Blätter Herde?
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