Das Gedicht „Guten Abend, gute Nacht“ stammt aus der Feder von Clemens Brentano.
Guten Abend, gut’ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck:
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.
Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.
Siehe auch das Gedicht Kindergebet von Brentano.
Anmerkung: Das Motiv des Gedichts geht auf das Spätmittelalter zurück. Ein seit dem 15. Jahrhundert in mehreren Varianten in Liebesbriefen überlieferter Gutenachtwunsch lautet:
Gott geb euch eine gute Nacht
von Rosen ein Dach
von Lilien ein Bett
von Violen ein' Deck'
von Muschschat ein' Tür
von Negelein ein Riegel dafür.
Muschschat = Muskatnussbaum und Negelein = Gewürznelkenbaum.
In der Vertonung von Johannes Brahms unter dem Titel "Wiegenlied" wurde es zu einem der bekanntesten deutschen Schlaflieder.
Weitere gute Gedichte des Autors Clemens Brentano.
Bekannte Gedichte zum Thema "Abends":
- Abends, wenn ich schlafen geh - Wette
- Abends, wenn es dunkel wird - Seidel
- Abend wird es wieder - Fallersleben
- Der Abend - Trakl
- Abendsegen - Gerhardt
- Guten Abend, gut’ Nacht - Brentano
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