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Das Gedicht „Entscheidung“ stammt aus der Feder von Robert Eduard Prutz.

Schaut hin! schon peitscht mit nassen Flügeln
    Der Sturm das aufgeregte Meer,
Schon wälzt auf grauen Wasserhügeln
    Begierig sich der Tod einher.
Was wir schon lange drohen sahn,
    Nun ist es da, nun lasst das Jammern!
Nun an den allerletzten Span
    Mit trotz’gen Händen lasst uns klammern!

Den Feigling müssen wir bedauern,
    Der einzig nur sein Leben schätzt,
Der es nicht froh, mit Wonneschauern,
    An eine große Sache setzt!
Der lieber still am Ufer liegt
    Und mit den Schmetterlingen gaukelt,
Als dass er mit dem Sturme fliegt
    Und sich dem Tod entgegen schaukelt!

Doch wo die Wellen tosend schlagen
    Hoch über dem empörten Grund,
Da fühlt in göttergleichem Wagen
    Ein männlich Herz sich erst gesund.
Drum fröhlich in den Kampf hinein!
    Wer siegen will, muss sterben können!
Ja, soll das Leben recht gedeihn,
    Muss man dem Tode auch was gönnen!

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