Das Gedicht „Ein Männlein steht im Walde“ stammt aus der Feder von Hoffmann von Fallersleben.
Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein?
Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?
Auflösung des Rätsels:
Das Männlein dort auf Einem Bein,
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein,
Kann nur die Hagebutte sein!
Anmerkung: Das Lied gehört zur Gruppe der Rätsellieder. Die korrekte Lösung des Rätsels ist die Hagebutte. Doch enthält das Lied auch irreführende Hinweise, die den Fliegenpilz als (falsche) Lösung nahelegen.
Erst durch die Aufnahme des Liedes 1893 in die Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck erlangte es volksliedhafte Beliebtheit. Allerdings werden in dieser Oper nur die beiden ursprünglichen ersten Strophen gesungen, das Rätsel also nicht aufgelöst.
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