Das Gedicht „Leuchtende Tage“ stammt aus der Feder von Ludwig Jacobowski.
I.
Ach, unsre leuchtenden Tage
Glänzen wie ewige Sterne.
Als Trost für künftige Klage
Glüh'n sie aus goldener Ferne.
Nicht weinen, weil sie vorüber!
Lächeln, weil sie gewesen!
Und werden die Tage auch trüber,
Unsere Sterne erlösen!
Englische Übersetzung
Oh, our shining days
Shine like eternal stars.
As a consolation for future lamentation
They glow from a golden distance.
Don't cry because they're gone!
Smile because they have been!
And even if the days are gloomy,
our stars will redeem them!
II.
Zum Ausgang
Sinkende Arme,
Gefaltet die Hand,
Um mich das warme,
Beleuchtete Land;
Wimpern geschlossen
Im schmeichelnden Licht,
Goldhell umflossen
Das braune Gesicht.
Steh' so in Sonne,
Dass ich vergeh' …
Wehmut wird Wonne,
Und Wonne wird Weh! –
Hätt ich doch Gnaden
Und Güte und Lust,
Im Glanze zu baden
Die dunkelste Brust!
Leuchtende Tage,
Nun sinkt ihr gemach!
Ach, ohne Klage
Schau' ich euch nach.
Heimlicher Schimmer,
Der so mich umhellt,
Beglänzt ja für immer
Die blühende Welt!
Anmerkung: Beide Gedichte stammen aus dem Band "Leuchtende Tage. Neue Gedichte 1896–1898". Jacobowski leitet die Sammlung mit dem ersten Gedicht ein, und beendet sie mit dem zweiten.
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